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How to be Happy – #deletedscenes 1.

#welcomeback

„Herzlich Willkommen zurück in New York! Mein Name ist Ellie und heute zeige ich euch meine absoluten Lieblingsplätze in der Stadt, die niemals schläft …“

Ein Lächeln breitet sich auf meinen Lippen aus. Das passiert immer, wenn ich eins ihrer Videos anschaue. Liz hat so ein Talent dafür, jeden mit ihrer guten Laune anzustecken. Allein die Begrüßung ihrer Videos reicht, um meinen Gute-Laune-Tank für den Tag aufzufüllen.

Und heute brauche ich viel davon.

Gute Laune, meine ich. Denn heute wird vermutlich als der beschissenste Tag in der Geschichte der Familie Williams eingehen.

Ich werfe mich mit dem Handy auf mein ungemachtes Bett, ohne darauf zu achten, dass mein Anzug gleich vermutlich Knitterfalten hat, und widme meine Aufmerksamkeit wieder dem neusten Video meiner besten Freundin.

Gerade filmt sie eine Reihe, in der sie ihren Zuschauern New York näher bringt, und heute zeigt sie ihnen ihre Lieblingsplätze. Unser Dach gehört dazu. Das weiß ich schon, bevor ich den Clip sehe, immerhin war ich dabei, als sie das Material dafür gefilmt hat, und tauche auch in diesem Video auf. Im Gegensatz zu ihr sehe ich allerdings aus, als würde ich nicht dahin gehören. Wenn sie mich vorgewarnt hätte, hätte ich wahrscheinlich meine Jeans und das alte Shirt meines Bruders gegen eine schicke Hose und ein Hemd getauscht und unter Garantie meine Brille gegen Kontaktlinsen getauscht. So aber sehe ich aus wie der letzte Schlumpf. Da bringt es auch nichts, dass sie mich als einen der besten Junggesellen New Yorks vorstellt und dabei prompt unterschlägt, dass ich nicht einmal im heiratsfähigen Alter bin.

Die Kamera schwenkt wieder auf Liz, die redet, während sie zu mir kommt. In diesem Video trägt sie ihre langen, roten Locken in einer aufwändigen Flechtfrisur und dazu ein schwarzes, eng anliegendes Kleid. Aber es sind nicht ihre Haare oder ihre Figur, die sie so besonders machen, sondern ihre Sommersprossen. Ihr ganzes Gesicht ist voll davon und sie hasst die Dinger, aber ich finde, sie sieht aus, als hätte sie das Universum im Gesicht.

‚Das Universum im Gesicht – echt jetzt?‘, hat sie mich gefragt, als ich ihr erklärt habe, dass ich sie aus genau diesem Grund schön finde. ‚Was Romantischeres fällt dir wohl nicht ein?‘

Ich schmunzele bei der Erinnerung daran und schaue ihr dabei zu, wie sie den Zuschauern das Café zeigt, in dem sie mit Roxy immer ihren Kakao trinkt, den Central Park, in dem sie morgens immer laufen geht, die Brooklyn Bridge, den Ort, an dem sie zum ersten Mal geküsst wurde. Die Fähre nach New Jersey, die man umsonst benutzen kann und von der aus man einen perfekten Ausblick auf die Freiheitsstatue hat, wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, sich über die elementar wichtigen Fragen des Lebens zu unterhalten.

Sie zeigt ihnen den Times Square bei Nacht, denn dann badet sie am liebsten in den Lichtern, und das Schloss im Central Park bei Tag, denn bei Nacht ist es dort für eine Frau wie sie viel zu gefährlich.

Zum Schluss sind wir plötzlich wieder auf dem Dach. Sie setzt sich neben mich, den Selfie-Stick mit der Kamera auf uns beide gerichtet. Ich grinse verlegen und schaue dann wieder in die Ferne. An diesem Abend war es warm. Die Sonne ging gerade erst unter und warf einen rötlichen Schimmer über die Dächer der Stadt.

Es war einer von diesen ganz besonderen Abenden in unserer Stadt.

„Aber mein liebster Platz auf dieser Welt ist in den Armen meines besten Freundes“, sagt sie über ein Voice-Over, während sich ihr Miniatur-Ich an meine Schulter lehnt und zufrieden die Augen schließt.

Über How to be Happy – #deletedscenes

htbh_cover72YouTube-Sternchen Liz und Tierfreund Toby gab es schon immer nur im Doppelpack. Jetzt sind sie sechzehn, die große, weite Welt wartet und mit ihr die Liebe. Dass sie sich jedoch ineinander verlieben würden, hat ihnen vorher niemand verraten. Genauso wenig die Tatsache, dass ein Fehler alle Träume zerstören kann. Das müssen sie auf schmerzhafte Art lernen und plötzlich liegt nicht nur ein Meer zwischen ihnen, sondern ein ganzer Ozean aus unausgesprochenen Gefühlen.

Kann man lernen, wieder befreundet zu sein, wenn man sich einmal ineinander verliebt hat?

How to be Happy erscheint im April 2017 als dritter Band meiner Reihe. Wer Love, Kiss, Cliff schon gelesen hat, kennt Toby und Liz bereits. Mittlerweile sind die beiden natürlich älter, genauso auch die Charaktere aus den ersten beiden Büchern, die natürlich ihre Gastauftritte bekommen. Trotzdem lässt sich jedes Buch unabhängig voneinander lesen. In #deletedscenes präsentiere ich euch Schnipsel aus Tobys Sicht, die es nicht ins Manuskript für Band 3 geschafft haben, weil ich mich dazu entschieden habe, doch nur aus Liz‘ Perspektive zu schreiben.

Freut ihr euch auch schon so sehr auf Teil 3?

– Kim

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Habe ich verlernt, das Lesen zu genießen?

Regalboden für Regalboden gehe ich die Bücher durch, die ich irgendwann mal so dringend haben wollte. Ich lasse meine Finger über die Buchrücken gleiten, ziehe ab und an ein Buch hervor, betrachte liebevoll das Cover und lese vielleicht noch einmal den Klappentext. Und ganz vielleicht lese ich die erste Seite …

… und dann stelle ich das Buch doch wieder ins Regal und beginne mein Spiel von vorne, bis ich schließlich ohne Buch ins Bett gehe und stattdessen noch zwei-drei Blogartikel oder ein paar Seiten in einem meiner Ratgeber lese.

Eine ganze Weile habe ich mich über meine Bücher definiert. Ich habe einen Buchblog geführt, Rezensionen geschrieben, Neuzugänge gezeigt und wollte immer mehr, mehr, mehr, um bloß dazuzugehören und mitreden zu können. In manchen Monaten habe ich zwanzig Bücher gelesen, in manchen waren es „nur“ sieben und mittlerweile sind es vielleicht zwei. Das macht mich ein bisschen traurig, immerhin waren Bücher mal mein Leben und ich kann nicht so ganz nachvollziehen, wieso sie das plötzlich nicht mehr sind. Deshalb also dieser Artikel, Ursachenforschung sozusagen. Vielleicht findet sich ja jemand, dem es ganz genauso geht.

Ich bin nicht meine Bücher.

In den letzten Monaten habe ich mich viel mit Minimalismus auseinandergesetzt. Ich habe angefangen, bewusster zu konsumieren und die Sachen loszulassen, die mir nichts oder nicht viel bedeuten. An denen ich keine Freude habe. Im Zuge meiner Ausmistwut habe ich auch gelernt, dass ich mich nicht über meinen Besitz definiere. Das gilt natürlich auch für meine Bücher.

Wenn ich jetzt überlege, was früher alles in meinem Regal stand, wird mir klar, dass ich immer gedacht habe, meine Bücher würden mich ausmachen. „Du bist, was du liest“ – das war meine Einstellung. Und deshalb habe ich meine Regale mit Büchern gefüllt, die ich lesen wollte. Von denen ich geglaubt habe, sie lesen zu müssen, weil sie aus mir einen besseren, intelligenteren, amüsanteren, x (hier kannst du ein beliebiges Adjektiv einsetzen) Menschen machen würden.

Aber schauen sich meine Gäste wirklich mein Regal an und denken „Wow, die hat den und den Klassiker gelesen, die muss wirklich Ahnung haben“ oder „Ähh, die liest echt Vampirromane. Steht die auf glitzernde Vampire?“ – nicht wirklich. Die meisten meiner Gäste sagen höchstens „Hast du die alle gelesen?“ – Was mir übrigens ziemlich peinlich ist, denn darauf muss ich antworten: Nein, habe ich nicht. Ich bin bloß meinem Sammelwahn gefolgt, bis meine Regale aus allen Nähten geplatzt sind. Um mir dann darüber klar zu werden, dass es anderen furzegal ist, was ich lese und wie mich meine Lektüre prägt.

Meine To-Read-Liste zum Anfassen.

Nachdem mir bewusst wurde, dass ich die Hälfte meiner Bücher nur gekauft habe, um besser, intelligenter, amüsanter, x zu werden, habe ich oft vor meinen Regalen gestanden und in mich hineingehorcht. Dabei musste ich ziemlich schnell feststellen, dass all die Bücher, die ich da jahrelang gehortet und gehütet habe wie einen Schatz, sich nur noch anfühlen, wie eine niemals endende To-Read-Liste. Will ich die wirklich alle noch lesen? Will ich nicht lieber wieder auf der Spitze des Bergs stehen, statt unter all dem Geröll begraben zu sein? Mir mein Buch erst dann kaufen, wenn ich es wirklich und zu 100% lesen will (und nicht, weil es gerade ein Schnäppchen war)?

Diese ganzen ungelesenen Bücher haben mich gewaltig unter Druck gesetzt. Ohne einen einzigen Neuzugang hätte ich bestimmt vier Jahre Lesestoff gehabt – da wundert es mich nicht, dass mich das schlechte Gewissen gepackt hat, wenn ich lieber den Fernseher einschalte oder ein paar YouTube-Videos schaue.

Zeit ist Geld und Qualität ist eben doch wichtig.

Mittlerweile bin ich ein viel beschäftigter Mensch. Ich bin nicht nur noch Studenten und Buchbloggerin. Ich bin Autorin und Katzenmama, beste Freundin und Verlobte, immer interessiert daran, mich selbst fortzubilden und meinen Content zu optimieren. Ich habe Ziele und Pläne, die Zeit erfordern. Zeit, die ich nicht mit langweiligen Geschichten verbringen will. Wenn mich ein Buch nicht packen kann, wieso sollte ich es dann zu Ende lesen? Das war schon immer meine Einstellung. Bis vor kurzem habe ich den Büchern aber wenigstens 50 Seiten gegeben, um mich zu überzeugen. Wenn sie es bis dahin nicht geschafft haben, kamen sie meistens weg.

Mittlerweile schaffe ich es in kaum einem Buch über 50 Seiten hinaus, weil ich einfach keine Lust mehr habe, meine kostbare Zeit mit Dingen zu verplempern, die kein 100% „JA!“ von mir bekommen. Das stört mich selbst total, weil ich genau weiß, dass mindestens die Hälfte aller Bücher in meinem Regal, nicht über 80% hinauskommen. Früher habe ich solche Bücher trotzdem genießen können, heute rege ich mich über jede Kleinigkeit auf und klappe das Buch sobald wie möglich wieder zu, ohne zu verstehen, wieso zum Henker ich kaum noch ein Buch beenden kann.

Die Qual der Wahl.

In einem Regal voller 80%-und-weniger-Bücher die Bücher zu finden, die mich wirklich überzeugen und packen können, ist eine Aufgabe, die ich mir mittlerweile kaum noch zutraue. Erst fühlte es sich an, als würde ich immer die falschen Bücher auswählen. Nun habe ich zumindest die ganz falschen Entscheidungen aussortiert, aber ein Problem bleibt trotzdem: Die Wahl zwischen schier unendlichen Möglichkeiten führt meistens dazu, gar keine Entscheidung mehr zu treffen. Ich bin oft überfordert damit, zu viel Auswahl zu haben. Das fängt beim Pizzaservice an (nehme ich Pasta oder doch lieber Pizza? Und wenn ja, welche? Hint: Ich nehme fast immer die selbe Sorte Pasta oder Pizza) und endet eben vorm Bücherregal. Ich kann mich nicht entscheiden, weil so viele tolle Bücher auf mich warten. Und wenn ich mich dann doch entschieden habe, beende ich kaum mehr ein Buch, weil ich zwischendurch noch zehn andere anfange, und dann das Interesse verloren habe.

Geschichten mit Bedeutung.

Plötzlich stelle ich fest, dass sich meine Genre-Vorlieben verschieben, dass ich keine Lust mehr auf 0815-Liebesdramen habe, die doch irgendwie alle gleich sind. Fantasygeschichten, die bestenfalls ein origineller Abklatsch von großartigen Werken sind, oder Dystopien, der Graus schlechthin für die eigentliche Vielfalt von Literatur … Ich habe die Nase voll davon. Ich bin müde von immer den gleichen Geschichten, immer den gleichen perfekten Protagonisten, den gleichen Dramen und Problemen – wann ist Unterhaltungsliteratur zu einem solchen Einheitsbrei geworden? Werden heute nur noch Bücher auf den Markt gebracht, die auf eins der beiden Extreme Massenkonsum und hohe Literatur zugeschnitten sind? Was ist mit den Büchern dazwischen? Mit Geschichten, die genießbar, aber trotzdem irgendwie bedeutsam sind? Gibt es die heute überhaupt noch, diese raren Schätze, von denen man auch in zwanzig Jahren noch sagt, sie hätten das Leben geprägt?

Oder liegt es doch an mir? Bin ich einfach nur zu blöd, um Bücher zu kaufen? Falle ich ständig auf Bestseller-Listen und Empfehlungen anderer herein, so dass mir die Bücher entgehen, die ich mir eigentlich in meinem Regal wünsche? Vielleicht sind das einfach nicht mehr meine Themen, vielleicht bin ich auch ganz einfach übersättigt mit Liebesromanen und Jugendbüchern. Vielleicht – das flüstert zumindest die Stimme in meinem Hinterstübchen – bin ich auch einfach erwachsener geworden.

Die Lösung für mein Problem …

… habe ich noch nicht gefunden. Aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg. Während ich momentan fast nur Blogartikel und Ratgeber lese, mich dabei über die wenige fiktionalen Bücher aufrege, die ich angefangen habe, habe ich mein Bücherregal Stück für Stück ausgemistet. Ich habe jedes Buch in die Hand genommen und mich gefragt: Macht mich dieses Buch glücklich oder fühle ich mich unter Druck gesetzt? Alles, was mich unter Druck gesetzt hat, ist ziemlich konsequent rausgeflogen.

Da war das Geschrei von Mr Kunstwerk anfangs ziemlich groß. So viel Geld hast du in die Bücher investiert, hat er gesagt oder Das habe ich dir doch mal geschenkt oder Willst du das wirklich nicht mehr lesen? Ja, ja und ja. Ich weiß. Ich bin auch traurig um das Geld, um die ganze Verschwendung und die Geschichten, die mir vielleicht entgehen. Und ich ärgere mich. Darüber, dass ich mich so sehr von dieser Sammelwut mitreißen lassen habe. Dass ich es nicht besser gewusst habe und auf einem Haufen voller Bücher saß, die mich mittlerweile null interessieren. Aber what’s done, is done und was übrig bleibt ist Schadensbegrenzung. Jetzt kann ich nur noch verkaufen, verschenken, selber lesen und neue Ufer erkunden – in der Hoffnung, dass mir das Lesen bald wieder Spaß macht.

Nach dem Schreiben des Artikels bin ich übrigens genauso schlau wie vorher – ich bin neugierig, ob ihr das Problem kennt und was ihr dagegen tut? Schreibt mir unbedingt einen Kommentar oder vielleicht sogar einen Blogbeitrag zum Thema, damit wir ein bisschen diskutieren können! Ich für meinen Teil halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

– Kim

Übrigens lese ich gerade:

  • Der begrabene Riese von Kazuo Ishiguro – Wieso gewinnt sowas einen Preis? Das Thema Verdrängung ist zwar interessant, aber das Buch ist grauenvoll geschrieben (ja, ich Literaturbanause…). Edit: Nachdem wir heute im Seminar zu Ende drüber gesprochen haben, habe ich das Buch ‚aus Versehen‘ im Zug liegen lassen …
  • Verliebt in Mr Daniels von Brittainy C. Cherry – Ich hab mich so sehr auf dieses Buch gefreut und bin total enttäuscht, weil es wie ein Abklatsch der Liebesgeschichte von Aria und Mr Fitz aus Pretty Little Liars auf mich wirkt.
  • Reicher als die Geissens von Alex Düsseldorf Fischer – Das Buch taugt wenigstens was. Sehr lehrreich, aber nichts fürs Bett. Die erste Auflage verschenkt er übrigens gerade (und das hier ist kein gesponsorter Beitrag, sondern eine ernst gemeinte Empfehlung) – nur das Porto muss man selbst tragen! Wer sich von seiner Person überzeugen möchte, kann den dazu passenden Podcast beim Smart Entrepreneur Radio mit Matthew Mockridge hören – darüber bin ich auch auf Alex Fischer aufmerksam geworden.
  • Leave Your Mark von Aliza Licht – Kann ich nur empfehlen, wenn ihr einen Karriere-Ratgeber sucht, der mal nicht 0815 ist. Super geschrieben und total motivierend! (Warum es das Buch immer noch nicht auf deutsch gibt, kann ich echt nicht nachvollziehen – aber das Englisch ist einfach, ihr müsst keine Profis sein!)
  • und noch ein paar weitere, die aber erstmal wieder im Regal gelandet sind …
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Frühjahrsputz à la Minimalista.

Ganz langsam und unauffällig schleicht es sich an, dieses Gefühl, dass nichts mehr so richtig passt. Wenn deine Umgebung dich anödet, wenn dir die Bücherstapel über den Kopf wachsen und du diese olle Tapete nicht mehr sehen kannst – dann ist es definitiv Zeit für einen Frühsjahrputz à la Minimalista.

Minimalismus – qu’est-ce que c’est?*

Minimalismus ist ein Lebensstil, der dem Überfluss und Konsum entgegen wirken soll. Minimalisten versuchen, mit so wenig Gegenständen wie möglich auszukommen, und so ein erfüllteres, einfacheres Leben zu haben, bei dem Erlebnisse im Vordergrund stehen, nicht der Besitz. Ich würde mich lange nicht als waschechten Minimalisten bezeichnen, doch habe ich Gefallen an der Idee gefunden, weniger zu besitzen. Und zwar nur die Dinge, von denen ich zu 100% sagen kann, dass ich sie liebe (oder brauche). Für mich ist Minimalismus also kein drastischer Lebensweg, den ich gerne einschlagen würde, sondern ein Konzept, mit dem ich mein Leben vereinfache und meine Umgebung zu 100% liebenswert mache.

Minimalismus beginnt in der Umgebung und endet im Kopf.

Sehr viele erfolgreiche Persönlichkeiten sind Minimalisten. Das konnte ich erst nachvollziehen, als ich begann, mein Leben aufzuräumen. Während ich früher immer damit beschäftigt gewesen bin, meine Kleidung zu sortieren oder immer neue, geschickte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Stifte, Notizbücher, Bücher (!) und Co zu finden, beschäftigt mich meine Umgebung mittlerweile eher weniger.

Für mich ist Minimalismus in erster Linie Freiheit. Optische Freiräume in unserer Wohnung, die inspirierend auf mich wirken, Freiheit von Konsumverhalten und Shopping- bzw. Sammelwahn, finanzielle Freiheit, aber vor allem und das ist mir am wichtigsten: Mentale Freiheit, um sich auf die Sachen zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind.

Wie fängt man an, minimalistisch zu leben?

Man fängt an sein Leben aufzuräumen (oder: man schaut erst unzählige YouTube-Videos, z.B. hier oder hier, und liest Magic Cleaning von Marie Kondo). Aber statt die Sachen in Schränke zu sperren oder unter den Teppich zu kehren, bis sie einem irgendwann wohl oder übel über den Kopf wachsen, verschiebt man sie nicht nur, sondern mistet aus. Man befreit sich von all dem, was man eigentlich nicht wirklich braucht, um später nur noch das zu haben, was einem wirklich wichtig ist.

Folgende Bereiche kannst du befreien:

  • Das Schlafzimmer
  • Das Wohnzimmer
  • Die Küche
  • Das Bad
  • Die Kinderzimmer
  • Die Flure
  • Die Garage
  • Das Gartenhaus
  • Den Keller
  • Den Dachboden
  • und und und

Wenn du einmal angefangen hast, werden dir immer mehr Bereiche einfallen, die du von überschüssigem Krimskrams befreien kannst. Was mir dabei geholfen hat, war jedes Teil in die Hand zu nehmen und mir die folgenden Fragen zu stellen:

* Liebe ich diesen Gegenstand?

Was du liebst, darf bleiben. Wenn du die Frage nicht zu 100% mit ja beantworten kannst, machst du mit den anderen Fragen weiter.

* Benutze ich diesen Gegenstand regelmäßig?

Wenn du etwas nicht zu 100% liebst, benutzt du es wenigstens regelmäßig? Das gilt vor allem für Beauty-, Koch- und Putzzeug. Wenn du etwas davon nicht benutzt oder dafür sogar eine Alternative hast (z.B. mehrere Parfüms oder Bodylotions …), warum bewahrst du es dann auf?

* Ist der Gegenstand kaputt oder das Haltbarkeitsdatum abgelaufen?

Kaputte Gegenstände können entweder weg oder sollten ersetzt werden. Wenn du den Gegenstand noch brauchst, bis du einen Ersatz gefunden hast, kannst du ihn aufbewahren und weiter nutzen. Wenn du den Gegenstand sowieso nicht benutzt, weil er kaputt ist, schreib dir auf, dass du einen Ersatz besorgst und dann weg damit.

* Habe ich eine Alternative für den Gegenstand?

Ich weiß, es ist schwer, aber wer braucht wirklich drei schwarze Cardigans oder drei paar Stiefeletten mit Absatz? Behalte nur die Sachen, die du wirklich benutzt. Alle Alternativen für einen Gegenstand, die du nur für den Fall aufhebst, nehmen nur Platz für Sachen weg, an denen du mehr Gefallen findest.

* Kann ich den Gegenstand auch irgendwo anders finden, falls ich ihn brauche?

Das gilt vor allem für das Horden von Werkzeugen und Küchengeräten, die nur alle Jubeljahre mal benutzt werden. Wer sowieso schon eine kleine Wohnung hat, kann sich überlegen, ob er sich den Gegenstand nicht einfach bei Nachbarn oder Freunden leihen kann, wenn er ihn wirklich mal braucht. Vielleicht gibt es sogar eine Alternative, die man sowieso behält. Bestes Beispiel: Unsere Mikrowelle. Eine zu haben war schön, aber den Platz nun wieder frei zu haben, ist noch schöner. Unser Essen können wir auch im Backofen oder in der Pfanne warm machen. Statt Kirschkernkissen gibt es nun einfach eine Wärmflasche und Fertiggerichte essen wir sowieso kaum.

Worauf sollte man sonst so achten?

* Ich würde dir empfehlen, mit Bereichen anzufangen, die dir nicht so viel bedeuten. So kann es für einen Bücherwurm zum Beispiel leichter sein, mit dem Kleiderschrank oder der Küche anzufangen und sich erst langsam an sein Bücherregal heranzuarbeiten, damit man bis dahin schon ein bisschen in Übung ist.

* Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor, weil du sonst schnell überfordert bist. Jedes einzelne Teil in deinem Haushalt zu konfrontieren und auf die Probe zu stellen, ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern kann auch emotional auslaugen. Du beschäftigst dich ja nicht nur mit den Gegenständen an sich, sondern mit der Geschichte und den Emotionen, die dahinter stecken.

* Lass dich nicht von Musik beeinflussen. Viele Menschen hören gerne beim Aufräumen laut Musik. Das macht einfach mehr Spaß. Ich würde dir trotzdem empfehlen, keine Musik laufen zu lassen, weil diese deine Stimmung beeinflussen kann und du dann aufgrund dieser Stimmung deine Entscheidungen triffst.

* Wenn du dir nicht zu 100% sicher bist, ob ein Teil wirklich weg kann, behalte es. Bevor du dich hinterher ärgerst, miste in ein paar Wochen lieber noch einmal aus. Ein guter Tipp, um zu sehen, was du wirklich nutzt: Die Dinge kennzeichnen und die Kennzeichnung bei Benutzung entfernen. Das kannst du super mit Kleiderbügeln machen, in dem du alle unbenutzten Sachen in eine Richtung aufhängst und alle benutzten dann in die andere Richtung.

Es gibt nicht den perfekten Minimalisten.

Eine Sache sollte dir definitiv bewusst sein: Minimalismus ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, möglichst wenig zu besitzen, sondern hauptsächlich darum, dass du dein Leben wieder im Griff hast, nicht dein Leben dich. Wenn du dafür Zeit brauchst und nicht immer bereit bist, Dinge loszulassen, dann ist das vollkommen in Ordnung. Das ist deine Reise und du musst damit glücklich sein. Lass dir also von niemandem einreden, der meint, er würde es besser wissen.

Wenn du mehr Artikel zum Thema lesen möchtest und/oder erfahren möchtest, was und wie ich ausgemistet habe, lass ein Gefällt mir und/oder einen Kommentar mit deinen Artikelwünschen da. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Minimalisieren!

– Kim

Meine Lieblinge zum Thema:

YouTube: muchellebmademoiselleThe Anna EditLightbyCocoDaniel FrerixRachel Aust

Blogs: The MinimalistsUn-FancyMehr als Grünzeugzen habits

* Qu’est-ce que c’est ist französisch und heißt: Was ist das?

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Spieglein, Spieglein.

Du stehst vor dem Spiegel und siehst, wie die ersten grauen Haare sich den Weg aus deiner Kopfhaut bahnen. Erst tust du es noch lachend ab, aber ein paar Tage später fällt dir auf, dass die Haut um deine Augen plötzlich Knitterfalten zeigt. Du versuchst dich daran zu erinnern, wann deine Haut noch glatt und jung gewesen ist, aber es fällt dir nicht mehr ein.

Stattdessen erinnerst du dich. Du erinnerst dich, an die großen und kleinen Katastrophen deines Lebens. An die ersten Schritte, das erste Wort, die große Kindergartenliebe, an Tage im Garten oder auf dem Spielplatz und deine Einschulung. An beste Freundschaften und Gesichter, so viele Gesichter und die Hälfte aller Namen – oh Schreck – hast du tatsächlich schon vergessen. Du erinnerst dich an deinen ersten Urlaub, an Ferien im Freibad und deinen ersten richtigen Kuss. Klammheimlich und kichernd, ein Tanz auf deinen Lippen.

Und darauf folgten viele weitere Tänze. Die erste Party, bei der du wach warst bis zum Morgengrauen. Die erste große Liebe. Dein erstes Mal. Die nächste große Liebe. Dazwischen Freundschaften und Familienfeiern, Abschiede, Beerdigungen, Verlust. Das erste Auto. Ein Abschluss, dann noch einer. Die erste eigene Wohnung. Erste zaghafte Schritte in einer großen Welt, die beängstigend und aufregend zugleich ist.

Und dann stehst du vor dem Spiegel und fragst dich, wo die Zeit geblieben ist. Hast du nicht gestern noch deine Deutschhausaufgaben gemacht und an dem Bleistift gekaut, mit dem du nun deine Einkaufslisten schreibst? Haben dir nicht gestern noch die Schultern vom Sport wehgetan und heute ächzen sie von der Verantwortung, die auf ihnen lastet?

Streng dich an. Mach was aus deinem Leben. Sei erwachsen. 

Du musst jetzt Miete überweisen und einkaufen, damit du nicht am nächsten Tag ohne Klopapier dasitzt. Du musst dein Badezimmer selbst putzen und den Abwasch machen, weil sich das dreckige Geschirr bis zum Himmel stapelt, wenn du es nicht tust. An Geburtstagen sitzt du jetzt nicht mehr am Kindertisch, du stehst nicht mehr früher auf, um zu spielen, nein, du bleibst sitzen und redest über Themen, die dich früher nicht die Bohne interessiert haben.

Irgendwann wird ein Tag kommen, an dem dir die Verantwortung zu schwer vorkommt. An dem du weinst und dir wünschst, wieder Kind zu sein, weil damals alles noch so viel leichter gewesen ist.

Aber dann stehst du vor dem Spiegel und betrachtest dich mit anderen Augen. Die grauen Strähnen in deinem Haar sind jetzt ein Zeichen von Weisheit. Die Knitterfalten um deine Augen sind die Erinnerung an lautes Gelächter und strahlenden Sonnenschein.

Und so sehr du dir manchmal wünschst, die Verantwortung abzugeben, genießt du es doch insgeheim, dass dein Leben jetzt deins ist. Dass du rebellieren und eben mal drei Tage lang keinen Abwasch machen kannst. Oder alle in den Wahnsinn treibst, in dem du deine Karrierepläne von heut‘ auf morgen über den Haufen wirst. Dein Leben gehört dir, mit all den traurigen und schönen Momenten, mit all den Träumen und Hoffnungen, die dich Tag für Tag begleiten, und den Erinnerungen, die du hüten musst wie einen Schatz, damit du sie nicht eines Tages vermisst.

Wenn du dich morgen vor den Spiegel stellst, denk nicht darüber nach, wie schnell du erwachsen geworden bist. Nimm dir stattdessen eine Leinwand, eine imaginäre, und mal‘ ein Bild von all den Möglichkeiten, die sich dir plötzlich eröffnen. Von der Tür, die dein Alter geöffnet hat.

Sei kreativ. Mach dein Leben bunt. Und werde glücklich.

– Kim

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Ein Cover und ein Auszug.

Allmählich fügen sich die Puzzleteile zusammen. How to be Happy wird von einer Idee zu einer Geschichte oder sollte ich besser sagen „von 10.000 Ideen zu EINER Geschichte“? Mit diesem Buch habe ich mich echt schwer getan, tue es immer noch, immerhin habe ich noch einen ganzen Haufen Arbeit vor mir, bis ihr endlich den dritten Teil meiner Reihe in den Händen halten könnt.

Ihr glaubt gar nicht, wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um die perfekte Geschichte zu finden. Während ich bei Love, Kiss, Cliff alles auf mich zukommen ließ und bei Ascheregen schon genau wusste, was passieren sollte, hatte ich mit Liz und Toby so meine lieben Probleme. Die Möglichkeiten waren endlos und meine Fähigkeit mich zu entscheiden irgendwie begrenzt.

Kaum war die Hälfte geschrieben, fiel mir auf, dass die Story so nicht funktioniert. Also habe ich vieles wieder über Bord geworfen, mehrere tausend Wörter aus der Geschichte entfernt (die ihr in den kommenden Wochen teilweise auf diesem Blog präsentiert bekommt – einfach nach #deletedscenes Ausschau halten!) und nun bin ich an einem Punkt, an dem ich endlich ein Ende absehen kann.

Deshalb ist nun auch der richtige Zeitpunkt gekommen, um euch das Cover zu präsentieren und mit einem kleinen Auszug zu catchen. Et voilà!

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vorläufiger Klappentext

YouTube-Sternchen Liz und Tierfreund Toby gab es schon immer nur im Doppelpack. Jetzt sind sie sechzehn, die große, weite Welt wartet und mit ihr die Liebe. Dass sie sich jedoch ineinander verlieben würden, hat ihnen vorher niemand verraten. Genauso wenig die Tatsache, dass ein Fehler alle Träume zerstören kann. Das müssen sie auf schmerzhafte Art lernen und plötzlich liegt nicht nur ein Meer zwischen ihnen, sondern auch ein Ozean aus unausgesprochenen Gefühlen.

Kann man lernen, wieder befreundet zu sein, wenn man sich einmal ineinander verliebt hat?

#family

Meine Träumereien sind viel zu schnell vorbei, als Dev meinen Dad ablöst, um mit mir zu tanzen. Er zupft an einer meiner Haarsträhnen, bevor wir Haltung annehmen. „Hallo, Schwesterherz.“

„Du sagst das so, als hättest du mir eine Portion Magen-Darm-Viren mitgebracht“, erwidere ich argwöhnisch.

Er grinst. „Keine Sorge. Eddy hat niemanden angesteckt. Ich glaube ja insgeheim, dass Mom in einem ihrer früheren Leben Krankenschwester war.“

Wir lachen leise. Da hat er vielleicht sogar Recht. Soweit ich mich erinnern kann, hatte sie Krankheiten in der Familie immer gut im Griff. Wenn sie allerdings nicht da ist und einer von uns krank wird, ist ganz schnell auch der Rest der Familie krank.

Dad ist wohl schon immer Anwalt gewesen.

„Und, hast du schon eine hübsche Frau gefunden, die du mit deinen Reizen abschrecken kannst?“, frage ich neugierig. Dev ist schon seit einer Ewigkeit Single. Die letzte Freundin hatte er, als ich zwölf war. Zumindest die letzte, die er mit nach Hause gebracht hatte.

Dabei sieht er wirklich nicht schlecht aus. Er hat zwar leuchtend rote Haare wie alle Cumberbatches (abgesehen von Mom natürlich), aber ihm fehlen die typischen Sommersprossen. Stattdessen hat er helle, ebenmäßige Haut und Gesichtszüge, für die jedes Model blass werden würde vor Neid.

„Mit dem Studium habe ich jetzt sowieso keine Zeit mehr für sowas“, sagt er.

Ich rolle mit den Augen. Seine Ausbildung benutzt er immer als Ausrede, wenn ich versuche, ihn zu verkuppeln. Klar, er studiert jetzt an der Law School und das Studium ist nicht leicht, aber es ist auch nicht so hart für ihn, dass er keine Beziehung nebenbei führen könnte. Dafür hat er schon vorher genug von Dad gelernt.

„Du bist verrückt“, erkläre ich. „Die Frauen sabbern dir hinterher. Ein bisschen Liebe könnte dir echt nicht schaden.“

„Bäh, Liebe.“ Er wirbelt mich herum. „Damit werde ich zuhause doch schon erstickt.“

***

Drei Mal dürft ihr raten, auf wessen Hochzeit Liz gerade mit ihrem Bruder Devon tanzt (aber nicht in den Kommentaren verraten!). Ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie euch die Geschichte gefällt und sehne mir das Veröffentlichungsdatum jetzt schon herbei.

Lasst ein Gefällt mir da, wenn es euch genauso geht!

– Kim

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Zero Waste Home: Glücklich leben ohne Müll von Bea Johnson.

Im Supermarkt fällt es leicht, die Augen vor dem Verpackungsmüll zu verschließen. Ja, selbst Zuhause ist es leicht geworden, umzuschalten, wenn im Fernseher mal wieder von verschmutzten Meeren die Rede ist oder Bilder von qualvoll an Plastik verendeten Tieren gezeigt werden. Fängt man dann an, sich mit dem Thema Müll zu beschäftigen, ist man schnell schockiert darüber, was die heutige Wegwerfindustrie an Müll produziert. 617 Kilogramm Müll pro Kopf fielen im Jahr 2013 in Deutschland an. Das muss man sich mal vorstellen. Das sind knapp 1200 Pakete Margarine.

Davon kann natürlich einiges kompostiert, vieles auch recycelt werden, aber wusstet ihr, dass das nur gut geht, wenn man den Müll auch wirklich gewissenhaft trennt? Alles andere landet auf der Mülldeponie, wo es platt gedrückt und irgendwann abgedeckt wird, um dort langsam und gemächlich zu verrotten. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass viele Gegenstände sehr lange brauchen, bis sie verrottet sind. Eine PET-Flasche zersetzt sich zum Beispiel erst in bis zu 450 Jahren.

Und obwohl der Mensch mittlerweile ein Meister darin ist, Müll wiederzuverwerten und immer wieder neue Startup-Unternehmen aus dem Boden schießen, die Produkte aus recycelten Materialien herstellen, sollten wir doch eigentlich lieber den Fokus darauf legen, weniger Müll zu produzieren.

Zero Waste Home: Glücklich leben ohne Müll

Bea Johnson macht vor, was die Menschen in den Industriestaaten längst vergessen haben. Nämlich wie das mit dem Müll vermeiden eigentlich funktioniert, wenn heutzutage scheinbar alles in Plastik verpackt ist. In ihrem Buch schildert sie mit Humor und Lebensweisheit, wie sie nach und nach den Müll in ihrem Leben losgeworden sind. Als vierköpfige Familie mit Hund war das nicht immer ganz einfach, aber auch nicht unmöglich.

Das Buch ist in verschiedene Lebensbereiche eingeteilt: Küche, Bad, Schlafzimmer, Haushalt, Arbeitszimmer, Kinder und Unterwegs. In jedem dieser Abschnitte gibt sie jede Menge Tipps zur Müllvermeidung und empfiehlt einfache Rezepte, die sich aus losen Zutaten herstellen lassen. Sowohl für Nahrungsmittel als auch für Putzmittel als auch für Kosmetik. Während mir einiges davon zu meinem jetzigen Standpunkt noch zu krass vorkommt (z.B. mich mit Kakao und roter Bete zu schminken), fand ich viele ihrer Tipps auch hilfreich und habe gleich versucht sie anzuwenden.

Wie ihr aus meinem letzten Artikel zur Müllvermeidung wisst, haben wir gerade erst angefangen, in dem wir unsere Küche von Plastik befreit haben (noch nicht vollständig, da wir einige Sachen erst ersetzen müssen, bis wir alles los werden können) und anfangen, möglichst unverpackt einzukaufen. Gleichzeitig haben wir in unseren Unterlagen aufgeräumt und versuchen nur noch Papier zu benutzen, wenn es sich nicht absolut vermeiden lässt. Das fällt mir gar nicht leicht, habe ich doch früher ständig irgendwelche Zettelchen gehabt für To-Do- oder Einkaufslisten oder immer mal wieder was ausgedruckt, um es auf Papier statt einfach am Laptop zu lesen. Bea Johnsons Tipps zur Müllvermeidung in Küche und Arbeitszimmer sind da schon ziemlich wertvoll gewesen, da man als „Anfänger“ schnell überfordert ist und alles gleichzeitig machen möchte.

Leseempfehlung?

Dennoch findet man natürlich viele der Tipps auch im Internet, wenn man weiß, wonach man suchen muss. Ich bin also etwas zwiegespalten, was die Empfehlung des Buches angeht. Klar, hier hat man alle Infos an einer Stelle, was den Aufwand und somit vielleicht auch den Einstieg in die Materie etwas erleichtert. Andererseits ist das Produkt Buch (so sehr ich es auch liebe) natürlich nicht unbedingt nachhaltig, gerade, wenn man die Informationen auch im Internet findet. Shia Su, das deutsche Äquivalent zu Bea Johnson, hat in der Produktion ihres Buches immerhin darauf geachtet, dass es möglichst nachhaltig zugeht.

Als ich im Geschäft vor der Auswahl der beiden Bücher stand, habe ich mich aber für Bea Johnsons Buch entschieden, weil es einfach dicker und dichter beschrieben war. Die nette Verkäuferin im Tara Unverpackt in Osnabrück hat mir aber gesagt, dass beide Bücher einen tollen Einstieg bieten. Was auf jeden Fall noch dazu gesagt werden muss: Wenn ihr euch für Bea Johnsons Buch entscheidet, kauft auf jeden Fall die deutsche Version, denn diese ist mit einer großen Zahl Fußnoten ausgestattet, die den Inhalt bezogen auf Deutschland erläutern. Das empfand ich als sehr hilfreich, denn einige der amerikanischen Tipps lassen sich ansonsten nicht anwenden.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Zero Waste Home: Glücklich leben ohne Müll von Bea Johnson ist sein Geld auf jeden Fall wert, wenn man ein Buch zum Thema haben möchte, das viele Informationen an einer Stelle liefert. Wenn man vor der Wahl Buch oder Internet steht, kann man sich getrost fürs Internet entscheiden, was natürlich die nachhaltigere Variante ist und mindestens genauso viel Wissen bietet.

Wenn ihr interessiert an mehr Artikeln zum Thema seid, lasst doch ein Gefällt mir und/oder einen Kommentar da (gerne auch mit Artikelwunsch)! Ich freue mich über eure Reaktionen und bin gespannt, was ihr zum Thema zu sagen habt.

– Kim

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3 Dinge, die ich durchs Social-Media-Fasten gelernt habe.

46 Benachrichtigungen, 7 neue Nachrichten und einen Haufen an verpassten Posts von Freunden, Bekannten, Unbekannten. Das ist allein das Resultat meines Social-Media-Fastens auf Facebook. Anderthalb Wochen selbst auferlegtes Social-Media-Verbot und – was ein Wunder! – die Welt ist davon nicht untergegangen.

Warum ich unbedingt mal eine Pause brauchte

Facebook läuft im Hintergrund, Instagram verlangt nach neuen Bildern, von Twitter will ich gar nicht erst anfangen. Immer präsent, immer überlastet mit Informationen, ständig dieser Drang danach auf alles und jeden sofort reagieren zu müssen (für Facebook-Seiten gibt es sogar eine Anzeige, wie lange man durchschnittlich zum Beantworten einer Nachricht braucht – ist das nicht verrückt?). Dann dieses ständige Ping, das mich aus der Arbeit reißt, und die Erfolgserlebnisse anderer, die ich ihnen zwar gönne, die mir selbst aber nicht guttun. Es war dringend an der Zeit, den Stecker zu ziehen und zu lernen, wieder ohne Social Media klarzukommen. Kreativ aufzutanken und meine Zeit den Dingen zu widmen, die wirklich wichtig sind.

3 Dinge, die ich durchs Social-Media-Fasten gelernt habe

1. Man verpasst kaum etwas.

Am schlimmsten ist wohl das Gefühl, das man etwas verpassen könnte, wenn man nicht immer präsent ist. Wenn man nicht jede Stunde checkt, was andere Leute gerade so posten. Aber die Wahrheit ist doch eine andere: 46 Benachrichtigungen und 7 neue Nachrichten – das ist nicht wirklich viel für anderthalb Wochen. Und von den 46 Benachrichtigungen waren kaum welche dabei, die wirklich relevant für mich gewesen wären. Was ich wirklich verpasst habe: die Verlosung meiner Weihnachtsnovelle Hundert minus einen Tag in einer Adventskalenderaktion von Sarahs Bücherwunderland und ein paar liebe Weihnachtswünsche.

2. Man beginnt über relevantere Sachen nachzudenken.

Die Zeit, in der sonst Facebook-Mitteilungen, Erfolgserlebnisse anderer, Nachrichten von Freunden meinen Kopf gefüllt haben, konnte ich nun gut dazu nutzen, endlich mal in meine eigene Gedankenwelt abzutauchen. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich mich noch viel zu häufig bedröhnen lasse (von Musik, Geschichten, Blogartikeln, YouTube-Videos, Social-Media-Meldungen) und mich manchmal regelrecht dazu zwingen muss, abzuschalten und selbst nachzudenken. Nachdenken ist aber wichtig, um voranzukommen im Leben und ich glaube, dass ich in diesen anderthalb Wochen Pause einen großen Schritt nach vorne gemacht habe, in dem ich mich quasi emanzipiert habe.

3. Das Leben besteht nicht aus Social Media.

Wenn Facebook, Twitter und Co auch tolle Erfindungen sind, sie sind nicht unser Lebensinhalt. Sollten es zumindest nicht sein. Was wirklich zählt, ist doch die Familie, die Liebe, die Kinder und Freunde. Die Zeit, die ich mit ihnen verbringe, bringt mir so viel mehr Freude, als der ständige Austausch über Social Media. Deswegen habe ich die Facebook-App und den Messenger nicht mehr zurück auf mein Handy installiert – ich möchte nicht wieder zu dem Menschen werden, der ständig auf sein Handy guckt, um seine Statusmeldungen zu checken, während ich mit Mr Kunstwerk einen Film gucke oder mit meiner Familie unterwegs bin. Freunde können mich über Whatsapp erreichen, alle anderen müssen dann eben warten, bis ich wieder online bin.

Ich für meinen Teil habe entschieden, dass ich wieder mehr im Hier und Jetzt leben möchte. In meinem Leben, nicht in dem Leben anderer. Und zu meinem Leben gehören Mr Kunstwerk und Filou, eine wunderschöne Wohnung, ein Bücherregal und eine Küche, in der gekocht werden will. Zu meinem Leben gehören echte Freunde aus Fleisch und Blut, die man auch mal treffen kann und mit denen man über alles sprechen kann, und natürlich eine Familie, die mir Rückhalt gibt. Ich will meine Zeit nicht damit verschwenden, ständig online zu sein, stattdessen will ich mich mehr auf das Erschaffen von Neuem konzentrieren. Auf das Kreieren von Kunst, auf Geschichten, die später eure Herzen im Sturm erobern sollen, auf Blogartikel, die euch mitreißen und motivieren, und auf ein paar streng geheime Projekte.

Was bedeutet Social Media für euch? Schreibt mir doch einen Kommentar oder schenkt dem Artikel ein Gefällt mir, wenn er euch gefallen hat. Dann weiß ich, welchen Content ihr gerne lest.

– Kim

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17 Bücher für 2017.

Ein Buch nach dem anderen verabschieden sich die ungewollten Bücher aus meinen Regalen. Die, die hier kein glückliches Zuhause gefunden haben und sich nun auf die Reise machen, damit jemand anders sie mehr liebt als ich. Zurück bleiben hoffentlich irgendwann nur noch meine wahren Schätze. Bücher, die ich über alles liebe und Bücher, die ich vorhabe über alles zu lieben. Einige davon brennen darauf, endlich von mir gelesen zu werden, und die möchte ich euch heute vorstellen.

Non-Fiction

Glücklich leben ohne Müll – Bea Johnson

Dieses Buch habe ich bei unserem ersten Einkauf in einem Unverpackt-Geschäft mitgenommen. Bea Johnson ist quasi die Vorreiterin der Zero Waste-Bewegung, also war ich natürlich sehr interessiert an ihrem Buch, da wir ja nun auch versuchen wollen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, die alle Bereiche des Hauses und des Lebens abdecken. Sie gibt darin jede Menge Tipps, wie man Müll vermeiden kann und präsentiert ihre Lieblingsrezepte sowohl für Nahrung als auch für Kosmetik und Reinigungsmittel. Bisher gefällt mir das Buch wirklich gut.

Edit: Zwischenzeitlich habe ich das Buch beendet und mit 4 Sternen bewertet. Es bietet eine gute Zusammenfassung über alle Bereiche des Lebens und gibt jede Menge Tipps (die sich durch die Fußnoten in der deutschen Fassung auch gut auf Deutschland anwenden lassen). An manchen Stellen ist mir die Einstellung zu krass, aber das ändert nichts daran, dass man als Einsteiger gut bedient mit dem Buch ist, wenn man keine Lust hat, sich alles einzeln im Internet zusammenzusuchen.

Leave your Mark – Aliza Licht

Auch in dieses Buch habe ich schon rein gelesen und bin begeistert von Aliza Lichts locker-fluffigem Schreibstil. Aus der Fashion-Branche kommend ist sie ein Ass in Social Media (insbesondere Twitter, bestes Beispiel: DKNY PR GIRL) und besonders bekannt als Mentorin. Das hat mich natürlich neugierig gemacht, umso glücklicher war ich, als ihr Buch dann unterm Weihnachtsbaum lag. In Leave your Mark geht es in erster Linie darum, was man tun soll, um Karriere zu machen, und was man besser bleiben lässt. Sie erzählt aus ihrer Berufserfahrung und leitet junge Frauen an, ihr Berufsleben zu gestalten. Ich bin sehr gespannt, was ich aus dem Buch mitnehme – nach der Einführung fühle ich mich jedenfalls schon supermotiviert, mal wieder ein paar Karrieresachen anzugehen.

Reicher als die Geissens – Alex Fischer

Nachdem ich einen Podcast von Matthew Mockridges Smart Entrepreneur Radio mit Alex Fischer als Gast gehört habe, hatte sein Buch mein Interesse geweckt. In letzter Zeit habe ich mich schon häufiger mit dem Thema Investieren auseinandergesetzt, allerdings wirkt das im Moment noch wie ein riesiger Berg voller Zahlen auf mich (also nicht besonders appetitlich!). Alex Fischer hat mir aber Lust auf mehr gemacht, also habe ich mir auch sein Buch zu Weihnachten gewünscht und bekommen. Auch hier habe ich schon reingelesen und festgestellt, dass man dieses Buch besser nicht nur nebenbei liest, sondern wirklich intensiv mitdenkt, damit man möglichst viel daraus mitnimmt. Besonders schön finde ich, dass es nicht auf Aktien- oder Immobilieninvestments angelegt ist, sondern das Investieren als allgemeine Sache betrachtet und man demzufolge die gelernten Sachen auf jeden Bereich anwenden können sollte.

Moonwalking with Einstein – Joshua Foer

Und wieder ein Buch, in das ich schon hineingelesen habe. Hier geht es darum, dass jeder Mensch sein Gedächtnis so trainieren kann, dass er auf den Normalo superschlau wirkt. Joshua Foer begibt sich auf Nachforschungen und erzählt dabei ziemlich anschaulich von seinen Erkenntnissen. Wer hier nach Übungen sucht, ist fehl am Platz – das Buch ist eher eine Sammlung von Anekdoten. Allerdings glaube ich, dass ich trotzdem viel daraus mitnehmen werde und mir hoffentlich bald noch mehr merken kann.

The Lean Startup – Eric Ries

Das letzte der fünf Fachbücher auf meiner Must-Read-Liste ist von Eric Ries und ist ein sehr bekannter Leitfaden für Startup-Unternehmen. Auch hier habe ich das Lesen schon begonnen, allerdings fällt es mir schwer, das Buch in einem Stück durchzuarbeiten. Auf deutsch wäre es sicher einfach gewesen, aber gut, da muss ich jetzt durch. Ich erhoffe mir von dem Buch, einen bessere Plan davon zu haben, wie man sich selbstständig macht, ohne dass alles den Bach hinuntergeht, und bin gespannt darauf, was ich am Ende gelernt habe.

Fiction

Lair of Dreams – Libba Bray

Endlich, endlich, endlich lag die Fortsetzung zu The Diviners unterm Weihnachtsbaum. Ihr glaubt gar nicht, wie gespannt ich darauf bin, nachdem mir der erste Teil schon so unglaublich gut gefallen hat. Die Reihe bietet magischen Realismus in einem New York der 20er Jahre, das Libba Bray wahnsinnig gut beschreiben kann. Ich freue mich schon darauf, wieder in diese Welt abzutauchen.

Verliebt in Mr Daniels – Brittany C. Cherry

Die Bücher aus dem LYX-Verlag, der ja nun zu Bastei Lübbe gehört, sind ein Garant für Unterhaltungsliteratur, die mich aus den schlimmsten Lesetiefs ziehen kann. Dieses Buch, in dem sich eine Schülerin in ihren Lehrer verliebt, ist von vielen hochgelobt worden. Ich für meinen Teil erhoffe mir ein bisschen schulische Leichtigkeit und ein paar Stunden romantischer Unterhaltung.

The Rose & the Dagger – Renée Ahdieh

Ein Traum aus Tausend und einer Nacht, das war zumindest der erste Teil dieser Reihe. Nachdem dieser aber mit einem großen Cliffhanger endete, kann ich nicht mehr lange warten, endlich in Teil 2 abzutauchen. Ich bange dem Buch ein bisschen entgegen, weil die Ausgangssituation mir nicht so gut gefällt, aber trotzdem bin ich unheimlich gespannt, denn die Beziehung zwischen Khalid und Shahrzad ist einfach Zucker!

The Ruby Circle – Richelle Mead

Der letzte Teil der Bloodlines-Reihe, die eigentlich ein Spin-Off von Vampire Academy ist. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Bei Vampire Academy habe ich auch schon Ewigkeiten gebraucht, um endlich den letzten Teil zu lesen, obwohl ich alle anderen Bücher durchgesuchtet habe. Hier scheint sich die Geschichte zu wiederholen – das sollte ich schleunigst brechen, in dem ich endlich den letzten Teil lese.

The Young Elites – Marie Lu

Das Einzige, was ich über diese Reihe von Marie Lu weiß, ist, dass sie tolle Bösewichte haben soll. Oder waren es die Charaktere, die ausnahmsweise böse sind? Ich weiß es schon gar nicht mehr genau, aber das ist auch halb so wild, denn ich freue mich trotzdem auf das Buch und hoffe, dass es mir genauso gut gefällt, wie die Legend-Reihe.

An Ember in the Ashes – Sabaa Tahir

Ein viel geliebtes, oft empfohlenes Buch ist diese englische Version von Elias & Laia, auf die ich schon wahnsinnig gespannt bin. Wie es so oft mit richtig guten Büchern ist, bin ich eine der letzten auf diesem Planeten, die sie endlich liest. Dieses Buch fällt in die Kategorie fantastische Dystopie und erzählt von einer Sklavin und einem Krieger, die sich ineinander verlieben, obwohl sie eigentlich verfeindet sein sollten. Das kann nur gut werden!

Harry Potter and the Cursed Child – Joanne K. Rowling, Jack Thorne, John Tiffany

Eigentlich wollte ich es ja gar nicht lesen. Wenn überhaupt, hätte mich das Stück als richtiges Stück interessiert, da ich furchtbar gerne ins Theater gehe. Da Mr Kunstwerk mir dieses Buch aber zu Nikolaus geschenkt hat, werde ich nun Tag für Tag neugieriger. Und ganz ehrlich: Als eingefleischter Harry Potter Fan gehört die Lektüre des Stückes vermutlich einfach dazu, auch wenn so viele Freunde und Bloggerkollegen enttäuscht davon waren.

The Shock of the Fall – Nathan Filer

Dieses Buch gehört zu den etwas tiefgreifenderen auf meiner Liste. Hier geht es um einen Jungen, der glaubt, Schuld am Tod seines Bruders zu sein, und schließlich mit Schizophrenie in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird. Es war in erster Linie das Cover und der Titel, die mich nicht mehr losgelassen haben. Das Thema ist nicht unbedingt meins, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

All the Light We Cannot See – Anthony Doerr

Dieses Buch, das in Frankreich zur Zeit des zweiten Weltkriegs spielt, musste ich unbedingt haben, als es erschienen ist – und nun habe ich es immer noch nicht gelesen. Es geht um ein blindes, französisches Mädchen und einen deutschen Radiotechniker, deren Wege sich in Saint-Malo kreuzen. Ich habe schon mal angefangen mit dem Buch und war begeistert von Anthony Doerrs Talent, die Perspektive der blinden Marie-Laure zu schildern. Warum ich abgebrochen habe, weiß ich nicht mehr genau. Ich weiß nur, dass ich dieses Buch nun unbedingt beenden will.

Longbourn – Jo Baker

Stolz und Vorurteil ist einer meiner liebsten Klassiker, kein Wunder also, dass diese neue Version von Jo Baker gleich in meinem Bücherregal gelandet ist und dort vor sich hinschlummert. Selbst meine Mutter hat die Geschichte aus der Sicht der Dienstboten schon gelesen, also wird es Zeit, dass ich mir das Buch endlich vornehme.

Poetry

Lavender – Christopher Poindexter

Christopher Poindexter kenne ich in erster Linie von den Schreibmaschinengedichten auf Pinterest. Ich liebe seine Art zu dichten, deshalb möchte ich unbedingt ein Buch mit seinen gesammelten Werken mein Eigen nennen. Leider gibt es Lavender nur noch gebraucht, irgendetwas scheint da mit der Veröffentlichung schief gelaufen zu sein. Trotzdem werde ich versuchen, eins der Exemplare zu ergattern – Fan wie ich bin.

The Princess Saves Herself in This One – Amanda Lovelace

Da ich mich in diesem Jahr insgesamt mehr mit Dichtung befassen möchte und auch selbst eigene Schritte in dieses Genre wagen möchte, habe ich mir noch einen zweiten Gedichtband ausgesucht, den ich in diesem Jahr gerne lesen würde. Ich liebe Schreibmaschinengedichte, deshalb war dieser Gedichtband von Amanda Lovelace genau das Richtige für meine Wunschliste. Mein erster Gedichtband ist übrigens von Tyler Knott Gregson, heißt Chasers of the Light und ist sehr zu empfehlen.

Viele der Bücher schlummern schon eine Weile auf meinen Wunschlisten, einige habe ich sogar schon angelesen. Da ich in letzter Zeit versuche, mein Bücherregal auf das zu reduzieren, was ich wirklich liebe oder lieben will, hoffe ich natürlich, dass ich am Ende des Jahres auch all diese Bücher und mehr gelesen habe. Für 2017 habe ich mir übrigens insgesamt 50 Bücher vorgenommen. Ich werde sicher von einigen berichten, wer aber wissen will, was ich lese und wie es mir gefallen hat, folgt mir am besten auf Goodreads.

Welche Bücher habt ihr euch für 2017 vorgenommen? Wenn euch der Beitrag gefallen hat, hinterlasst doch ein Gefällt mir und/oder einen Kommentar, damit ich weiß, welchen Content ich euch in Zukunft liefern kann.

– Kim

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Von Müllbergen und dem Versuch, müllfrei zu leben.

Paket für Paket, Tüte für Tüte, alles wird aufgerissen und achtlos weggeworfen, und plötzlich ist er da: der riesige Haufen Altpapier, in dem die Weihnachtsgeschenke geliefert wurden, in dem Bücher kamen und andere Kleinigkeiten, von denen man glaubt, dass man sie braucht. Jemanden wie mich kann der Anblick von so viel Müll schon mal schnell wachrütteln. Dann stehe ich da, schlage die Hände überm Kopf zusammen und beschließe, dass es reicht. Ich bin fertig damit. Fertig mit Amazon Prime und mehreren Bestellungen im Monat, fertig mit Hochhäusern aus Altpapier, fertig mit Konsumwahn.

Der Wunsch, Verpackungsmüll zu sparen, brodelt schon lange unter der Oberfläche. Immerhin wohnen wir im zweiten Stock, so ist es nicht gerade spaßig, jedes Mal den Müll rausbringen zu müssen. Da kann es schon mal vorkommen, dass wir das Altpapier nur dann rausbringen, wenn uns der Berg zu groß wird, und der gelbe Sack bedauerlicherweise solange in der Küche hängen muss, bis die Müllabfuhr kommt – in den Keller stellen können wir ihn nämlich nicht, weil sich dann die Mäuse daran vergreifen. Nun ist zu allem Überfluss auch noch die Altpapiertonne voll. Kein Wunder bei sechs Parteien, von denen mindestens drei regelmäßige Interneteinkäufe tätigen. Und während man noch darüber nachdenkt, seine Hausverwaltung um ein größeres Abfallbehältnis zu bitten, wird einem klar, dass das nicht die Lösung sein kann. Aber was ist die Lösung?

Ideal Zero Waste – Leben ohne Müll?

Fängt man an sich mit Müllreduzierung oder überhaupt Müll zu beschäftigen, wird man schnell fündig. Es gibt mittlerweile so viele Blogger und YouTuber, die sich mit dem Thema Zero Waste (also so gut wie gar keinen Müll zu produzieren) auseinandersetzen. Zu den Vorreitern gehören Bea Johnson und Shia Su, die auch beide ein Buch zum Thema geschrieben haben. Zum ersten Mal darüber gestolpert bin ich bei Jenni von Mehr als Grünzeugdie ich aus der Uni kenne und die ein großes Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit für mich geworden ist.

Mr Kunstwerk und ich haben uns dann ein bisschen damit beschäftigt, was mit unserem Müll eigentlich passiert, wie schädlich Plastik wirklich für die Gesundheit ist und wie man Verpackungsmüll am besten vermeidet. Ich war ein bisschen überrascht von seinem Eifer an der Sache, der dafür gesorgt hat, dass wir in der letzten Woche eine Grundreinigung gemacht haben, um in Zukunft auf das Ideal Zero Waste hinzuarbeiten. Wir haben für uns drei Grundsätze festgelegt, die wir in den kommenden Wochen und Monaten Stück für Stück umsetzen wollen.

  1. Ein möglichst plastikfreier Haushalt.
  2. Tierversuchsfreie und vegane Kosmetik (auf mein Make-Up möchte ich trotz Plastikverpackung vorerst noch nicht verzichten – dazu habe ich zu viel Spaß daran).
  3. Keine in Plastik verpackte Lebensmittel mehr kaufen, die es auch irgendwo unverpackt gibt oder die man selbst ohne großen Aufwand herstellen kann.

Ausmisten – die Grundlage für unsere neue Strategie

Ich bin ein großer Fan vom Ausmisten, war es eigentlich schon immer. Mehrmals im Jahr gehe ich meinen Kleiderschrank durch, hole raus, was mir nicht mehr gefällt, ordne das, was ich immer noch liebe. Das habe ich schon immer so gemacht, damit bin ich quasi aufgewachsen. Deshalb habe ich mich auch im letzten Jahr häufig hingesetzt und meinen Besitz verkleinert. Mr Kunstwerk findet das nicht immer so lustig, aber irgendwie scheint die Altpapierorgie vor Weihnachten auch bei ihm einen Schalter umgelegt zu haben. Erst zaghaft, dann radikal hat er mir in der letzten Woche dabei geholfen, Berge an Krempel loszuwerden. Was mit meiner Schreibtischecke angefangen hat, die wir nun nicht mehr brauchen, hat in der Küche geendet. Nämlich in dem Versuch, alles an Plastik loszuwerden und durch Glas-, Metall- oder Papierbehältnisse zu ersetzen. Einen großen Glaseinkauf später haben wir es tatsächlich geschafft und einen Großteil der Plastikbehältnisse (Hallo, Tupperware!) ersetzt. Nun befindet sich in unserer Küche nur noch das Nötigste, was wir zu gegebener Zeit durch Holz oder Edelstahl oder Glas ersetzen werden.

Der erste müllfreie Einkauf?

Leicht aufgeregt haben wir am Freitag zum ersten Mal einen Unverpackt-Laden in Osnabrück besucht. Dort kann man mit seinen eigenen Gefäßen und Taschen einkaufen gehen, um Verpackungsmüll zu reduzieren. Die Auswahl geht von Mehl, Zucker, Honig, Ölen über Nüsse, Süßigkeiten, Gewürze, Früchte und Gemüse bis hin zu feuchten Lebensmitteln wie Milch, Eiern, Fleisch. Sogar Bambuszahnbürsten, Seifen, Zahnpastatabletten und ein paar Bücher zum Thema gibt es dort. Da wird erstmal nur gucken wollten und noch keine eigenen Gefäße dabei hatten, ist unser Einkauf dementsprechend klein ausgefallen. Wir haben besorgt:

Anschließend ging es dann in unserer Heimatstadt einkaufen, wobei wir darauf achten wollten, möglichst wenig Verpacktes zu kaufen. Unser erster Halt führte uns in den örtlichen Biomarkt, an dem wir vorher immer nur vorbeigelaufen waren. Besonders schön war hier die Möglichkeit, Gemüse und Obst in kleinen Mengen zu kaufen, wo man im Supermarkt häufig Mengen kaufen muss, die für zwei Menschen eigentlich zu viel sind. Trotzdem ist der Biomarkt natürlich teurer als der Supermarkt, deswegen haben wir hier nur die Sachen gekauft, von denen wir wussten, dass wir sie im Supermarkt nicht so bekommen. Besonderes Highlight: das frisch für uns gemahlene Buchweizenmehl, das ich im Moment zum Kochen benutze, um Gluten aus dem Weg zu gehen.

Im Supermarkt haben wir dann in erster Linie versucht auf Plastik zu verzichten. Beim Obst und Gemüse klappte das ganz gut, beim Rest haben wir oft auf Pappverpackungen zurückgreifen müssen. Die Einkaufsliste beherbergte aber hauptsächlich frische Lebensmittel, deshalb war die Müllbilanz am Ende nicht so hoch. Wenn ich nicht unbedingt Tiramisu für Silvester hätte haben wollen, hätten wir uns jede Menge Plastikverpackungen sparen können (Wusstet ihr, dass die einzelnen Reihen Löffelbisquits auch noch mal in Plastik verpackt sind?). Was ich richtig gut fand: Die Frau von der Fleisch- und Käsetheke bot an, dass wir nächstes Mal auch mit unseren Behältern kommen können, dann füllt sie die auf der Theke. Ob das praktisch auch funktioniert, sehen wir dann beim nächsten Mal.

Warum sich überhaupt die Mühe machen?

Manch einer fragt sich nun vielleicht, wieso wir so einen Aufriss darum machen, unseren Müll zu reduzieren. Oder wieso wir unsere Sachen nicht weiter in Tupperware packen, aus PET-Flaschen trinken oder Plastikkochlöffel benutzen. Das hat jede Menge Gründe, hauptsächlich aber gesundheitliche.

Insbesondere beim Plastik wissen wir ja gar nicht, welche Stoffe in der Produktion hinzugefügt wurden, die vielleicht schädlich für unsere Gesundheit sind. Richtwerte für BPA (einen krebserregenden Weichmacher) wurden schon häufiger überschritten und werden es immer noch. Silikonbackformen soll man vorher bei 200° im Ofen ausräuchern, damit sie die Giftstoffe freisetzen, die bei der Produktion entstehen können, PET-Flaschen sollen nicht in der Sonne stehen bleiben, da sonst die Weichmacher ins Wasser übergehen können … es gibt so viele Warnzeichen, die wir aus Bequemlichkeit ignorieren. Die Gefahr, die aus diesen Chemikalien hervorgeht, ist für viele nebensächlich, da man sie nicht sehen kann. Erst wenn man anfängt, sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen, merkt man plötzlich, mit wie viel schlechten Einflüssen man sich wirklich umgibt.

Ich für meinen Teil finde es schwierig zu entscheiden, was davon nun wirklich gefährlich ist und was vielleicht nur Panikmache aus den Medien ist. Da ich aber schon einmal wirklich krank gewesen bin, ist für mich auch klar, dass ich alles dafür tun würde, um nicht noch einmal zu erkranken. Ich denke, Zero Waste ist ein Ideal, das jeder nur in soweit erfüllen kann und sollte, wie es ihm komfortabel möglich ist.

Ich bin kein Super-Ökologe, kein Veganer, kein perfekter Minimalist – ich bin bloß ein Mensch, der gesund bleiben will. Und deswegen habe ich mich dazu entschieden, Zero Waste eine Chance zu geben.

Schreibt mir unbedingt in die Kommentare, was ihr für eure Gesundheit und die Umwelt tut oder ob ihr Zero Waste eine Chance geben würdet. Wenn euch der Artikel gefallen hat, würde ich mich über ein Gefällt mir und übers Teilen natürlich sehr freuen!

– Kim

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16 Dinge, die mich 2016 gelehrt hat.

366 Tage voller Liebe und Zuversicht, voller Ängste und Hoffnungen und Träume. Ein Jahr, geladen mit Emotionen, das sich nun dem Ende neigt und Platz für neue Erfahrungen macht. Ich sitze hier, werde ein klitzekleines bisschen sentimental, während ich darüber nachdenke, was mich 2016 gelehrt hat. Dass 2016 ein großartiger Lehrer gewesen ist, ist jedenfalls nicht zu bestreiten.

1. Wer krank ist, kann (oft) auch wieder gesund werden.

Ich bin ein unverbesserlicher Optimist, war es schon immer. Und so konnte mich nicht einmal die Nachricht Brustkrebs aus den Socken hauen, die ich im Oktober 2015 bekommen habe. Ein Jahr später habe ich gelernt, dass Optimismus, Glück und der Wille zu leben die beste Unterstützung sind, die eine medikamentöse Therapie bekommen kann. Ich habe überlebt, weil ich es wollte. Und ich bin mir sicher, dass viele andere das genauso schaffen können, wenn sie nur ein bisschen weniger negativ eingestellt wären.

2. Wer auf perfekt wartet, wird nie ankommen.

Wenn ich nicht krank geworden wäre, wäre ich nicht in die Bedrängnis gekommen, ein Buch zu schreiben, bevor ich diese Erde verlasse. Und wenn ich nicht ein Buch geschrieben und veröffentlicht hätte, hätte es sicher noch ziemlich lange gedauert, bis ich verstanden hätte, dass ein Projekt niemals perfekt sein kann. Jetzt weiß ich, dass Perfekt gar nicht existiert und man dementsprechend niemals ankommt, wenn man darauf wartet.

3. Wer sich selbst zuerst bezahlt, hat weniger finanzielle Probleme.

Ein Konzept, dass ich erst recht spät in diesem Jahr gelernt habe. Sich selbst zuerst zu bezahlen, um seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Ich hatte zwar noch nie richtig finanzielle Probleme, aber ich habe mich schon eine ganze Weile mit dem Wunsch herumgeschlagen, endlich für die Hochzeit und für meine Wünsche zu sparen. Am Ende des Monats war aber selten Geld übrig, dass ich sparen konnte. Nun bezahle ich mich selbst zuerst, überweise alles an nicht verplantem Geld auf mein Sparkonto, damit es gleich gut aufgehoben ist und gehe nur im absoluten Notfall dran. Und siehe da, die Ersparnisse wachsen!

4. Wer früh aufsteht, hat aller Wahrscheinlichkeit nach einen produktiven Tag.

Ich bin nie ein Frühaufsteher gewesen und schaffe es auch heute noch nicht jeden Tag früh aus dem Bett. ABER ich habe festgestellt, dass die Tage, an denen ich um 5:30 Uhr aufstehe, um mit Mr Kunstwerk unseren Miracle Morning zu machen, zu den produktivsten gehören. Mit diesem Wissen fällt es mir leichter, abends früh ins Bett zu gehen und am nächsten Tag wieder früh aufzustehen. Dennoch muss ich daraus noch eine echte Gewohnheit machen.

5. Wer an sich glaubt, kann das Unmögliche schaffen.

Noch im Sommer habe ich nicht daran geglaubt, dass ich irgendwann einmal 5 Kilometer am Stück laufen könnte. Ich habe immer gedacht, mein Körper wäre einfach nicht zum Laufen gemacht, und so habe ich immer sofort wieder aufgegeben, wenn es ans Laufen ging. Irgendwann hat es dann aber Klick gemacht und mir wurde klar, dass mein Körper sehr wohl zum Laufen gemacht ist und ich nur an mich selbst glauben muss, um Laufen zu lernen. Wenig später bin ich zum ersten Mal 5 Kilometer am Stück gelaufen. Was ich daraus gelernt habe: Gedanken haben eine wahnsinnig große Macht über uns. Wenn wir lernen, negative Gedanken und Ängste abzustellen und sich stattdessen ein positives Bild in unserem Kopf breitmacht, wird ein Erfolg immer wahrscheinlicher.

6. Wer ein Bullet Journal führt, ist besser organisiert.

Nach einem Jahr Bullet Journaling kann ich stolz behaupten, noch nie in meinem Leben besser organisiert gewesen zu sein. Es gibt Phasen, in denen ich mein BuJo weniger benutze und es gibt Phasen, in denen ich jedes Detail aufschreibe. Was ich aber auf jeden Fall immer mache, ist Ziele setzen und überprüfen. Das führt dazu, dass ich kontinuierlich an meinen Zielen arbeite und dementsprechend viel mehr schaffe. Außerdem habe ich immer einen Kalender und ein Notizbuch, so gehen keine Termine, Ideen und andere Notizen mehr verloren.

7. Wer Ziele setzt, kennt wenigstens die Richtung, in die er läuft.

2016 ist das Jahr gewesen, in dem aus meinen Träumen Ziele wurden und aus Neujahrsvorsätzen Gewohnheiten. Das habe ich früher nie geschafft. Früher war alles ein könnte, würde, sollte, müsste – heute landen alle Ideen und Träume auf einer Liste, damit ich sie beim nächsten Mal Ziele setzen miteinbeziehen kann. Ich habe mir in diesem Jahr so viele Träume erfüllt, habe so viel erreicht, dass ich euch heute sagen kann: Ziele aufschreiben und in kleine Schritte einteilen – das bringt wirklich was!

8. Wer ausmistet, befreit sich selbst.

Noch weit davon entfernt ein Minimalist zu sein, habe ich aber auch in diesem Jahr ordentlich ausgemistet. Was mit einem Feng-Shui-artigen Aufräumen angefangen hat, ist mittlerweile zu einer Ich-will-nur-noch-Sachen-die-ich-wirklich-gerne-mag-Orgie geworden. Besonders im Kleiderschrank merke ich, wie befreiend eine minimalistischere Ausstattung ist. Eine Capsule Wardrobe habe ich zwar nach wie vor nicht, aber dafür habe ich mittlerweile fast nur noch Kleidungsstücke, die wirklich gut zusammen passen. Auch im Bücherregal fühle ich mich unglaublich erleichtert, seit ich einen großen Teil meiner ungelesenen Bücher losgeworden bin. Kurzzeitig habe ich sogar darüber nachgedacht, komplett auf E-Books umzusteigen, aber dafür liebe ich Bücher dann doch zu sehr.

9. Wer die Sprache der Liebe seines Partners spricht, hat ein erfüllteres Liebesleben.

Ein interessantes Konzept über die Liebe habe ich in diesem Jahr auch kennengelernt. Es entstammt dem Buch Die fünf Sprachen der Liebe von Gary Chapman und erklärt im Prinzip, dass jeder Mensch eine andere Sprache der Liebe spricht. Während der eine seine Liebe mit Berührungen ausdrückt, braucht der andere vielleicht Lob und Anerkennung, um sich geliebt zu fühlen. Mit dem Wissen aus diesem Buch, kann ich die Bedürfnisse Mr Kunstwerks besser erfüllen und er fühlt sich geliebter. Andersherum weiß er nun, wie er mich glücklich machen kann. Dieses Buch ist definitiv ein Must Read!

10. Wer sich selbst liebt, hat ein leichteres Leben.

Breite Hüften, Sommersprossen auf der Nase, die Zähne nicht perfekt in einer Reihe – es gibt so viele Mäkel, mit denen man sich selbst fertig machen könnte. Aber was bringt das schon außer schlechter Stimmung? Ich bin fertig damit. Ich habe damit abgeschlossen, mich ständig damit rumzuschlagen, nicht perfekt zu sein. Ich finde mich schön so wie ich bin und das macht mein Leben ungemein leichter.

11. Wer Liebe säht, wird Liebe ernten.

Ein Kompliment hier, ein Lächeln da. Anderen etwas Gutes zu tun ist niemals verkehrt. Ganz im Gegenteil, dieses Jahr musste ich häufig feststellen, dass auf gute Taten immer gute Taten folgten. Manchmal dauert es ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate, aber im Rückblick bemerke ich doch, dass sich Liebe und Freundschaft, Gefallen und spendabel sein immer auszahlen.

12. Wer sich die Zeit nimmt, um Dinge gleich richtig zu machen, muss später nicht nochmal dahin zurückkehren.

Das musste ich auf die schmerzhafte Weise lernen. Indem ich nämlich zu vorschnell gewesen bin, zu übereifrig, musste ich später mehrere Male zum Projekt zurückkehren, um es zu überarbeiten. Das war frustrierend, aber ich habe daraus mitgenommen, dass mir nun auf jeden Fall die Zeit nehme, etwas zu einem ordentlichen Ende zu bringen. Das spart am Ende Zeit.

13. Wer weniger denkt und mehr macht, fühlt sich besser.

Just do it! – Mein neustes Lieblingsmantra, mit dem der Alltag plötzlich so viel leichter wird. Gedankenketten wie Mache ich jetzt den Abwasch oder später? Jetzt habe ich eigentlich keine Lust, aber später vermutlich auch nicht… Also? In fünf Minuten? Zehn? Nur noch dieses Video. Komm schon, du kannst es auch jetzt machen, dann hast du es hinter dir gehören damit nämlich der Vergangenheit an. Wann immer ich merke, dass meine Gedanken in diese Richtung abdriftet, sage ich mir mein Mantra und befolge es. So fühle ich mich besser, weil ich nicht ständig Sachen vor mir herschiebe, und schaffe Platz für wichtigere Gedanken.

14. Wer sich traut, der gewinnt.

Ich gebe es zu: Ich bin einer der größten Feiglinge auf diesem Planeten. Ich zwinge mich nur dazu mutig zu sein, wenn ich wirklich keine andere Wahl habe. Auch wenn ich mittlerweile weiß, dass mutig sein in den allermeisten Fällen mit tollen Ergebnissen belohnt wird, tue ich mich immer noch schwer damit, meine Ängste abzulegen und mich mal etwas zu trauen. Ich nehme mir fürs nächste Jahr vor, dieses erlernte Wissen auch in die Tat umzusetzen.

15. Wer Sport treibt, ist ausgeglichener.

Auch wenn es manchmal ein Kampf ist, sich zum Training aufzuraffen, auch wenn aller Anfang hart ist – Sport macht eben doch glücklich! Verschwitzt und schweratmend die Treppen zur Wohnung hinaufzustolpern, nachdem man seinem Körper alles abverlangt hat, ist eigentlich ein ziemlich gutes Gefühl. Eine heiße Dusche und ein großes Glas Wasser später fühlt es sich an, als wären alle Probleme der Welt gelöst.

16. Ich bin auch nur ein Mensch, keine Maschine.

Ziemlich verbittert musste ich gegen Ende des Jahres feststellen, dass ich alles andere als eine Maschine bin. Ich bin ein Mensch, ich kann nicht immer funktionieren und ich muss nicht immer funktionieren. Es ist nichts verwerflich daran, wenn man mal eine Pause braucht. Wenn man nicht so schnell ist, wie man eigentlich gerne wäre. Der Einzige, der sich wirklich daran stört, ist man selbst. Und sobald man diese Schuldgefühle überwindet, werden auch die Sorgen wieder weniger.

Diese 16 kleinen Lebensweisheiten sind wahrscheinlich nur ein Bruchteil von den Dingen, die ich in diesem Jahr gelernt habe. Ich hoffe sehr, dass ihr daraus etwas für euch mitnehmen könnt. Ich persönlich freue mich jedenfalls jetzt schon sehr auf den 17 Dinge, die ich in 2017 gelernt habe-Artikel und den Vergleich, den ich daraus ziehen kann.

Schreibt mir unbedingt in die Kommentare, was 2016 euch gelehrt hat und teilt diesen Artikel, wenn er euch gefallen hat – denn sharing is caring! 😉

– Kim